25.12.2006 von doh.
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Diese Infektionskrankheit wird durch Culicoides imicola, einer Mücke aus der Familie der Gnitzen, auch von Stechmücken (Culicidae) und durch Zecken auf biologischem Wege übertragen (siehe auch Virusinfektion). In Griechenland, Bulgarien und der Türkei, wo die Blauzungenkrankheit 2001 auch aufgetreten ist, könnten auch Culicoides obsoletus und Culicoides pulicaris als mögliche Vektoren von Bedeutung sein. Dort war im Gegensatz zu den beiden Letztgenannten die Culicoides imicola nicht nachzuweisen. Weiterhin sind die Arten C. actoni, C. brevitarsis, C. fulvus, C. imicola, C. insignis, C. nubeculosus und C. variipennis eindeutig als Krankheitsüberträger bewiesen. Für den Ausbruch 2006 in Mitteleuropa (Niederlanden, Deutschland) ist im wesentlichen die Stechmücke Culicoides dewulfi als Vektor verantwortlich.[1]
All diese Blut saugenden Insekten nehmen das im Blut eines bereits infizierten Tieres zirkulierende Virus während des Saugaktes auf. Nach einem Vermehrungszyklus des Virus im Insekt, bei dem das Virus auch in die Speicheldrüse gelangt, überträgt es es beim nächsten Saugen auf ein anderes, ggf. noch nicht infiziertes Tier. Eine Übertragung sowohl durch Kontaktinfektion bzw. Schmierinfektion unter Tieren wie eine generelle Übertragbarkeit auch auf den Menschen ist nicht bekannt.
Eine rein mechanische Übertragung des Blue-Tongue-Virus durch Arthropoden wie zum Beispiel durch die Schaflausfliege (Melophagus ovinus) wurde ebenfalls schon 1965 nachgewiesen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Übertragung des BTV durch viruskontaminierte Spritzen im Rahmen tierärztlicher Tätigkeiten.
Die Empfänglichkeit für diese Infektionskrankheit ist beim Schaf, besonders bei den Lämmern am größten, bei den verschiedenen Schafsrassen jedoch ungleich verteilt. Ziegen und andere Haustiere erkranken weniger häufig und schwer. Als Erregerwirte bzw. Reservoirwirte gelten hauptsächlich Rinder, die daher selbst ebenfalls nur selten schwer erkranken, sowie Wildwiederkäuer (Antilopen, Hirsche) und afrikanische Wildnager.
Die Krankheit wurde erstmalig in Südafrika festgestellt und von dort mit Merinoschafen in andere Teile Afrikas verschleppt. Dort tritt sie überwiegend während der Sommerregenzeit auf. Diese saisonale Erscheinungsform der Erkrankung hängt eng mit der Flugzeit der Culex-Mücken zusammen. Die Seuchenhöhepunkte sind daher bei feuchtwarmem Wetter und während der Schwärmperiode. Durch Winde können infizierte Mücken bis zu 200 Kilometer weit versetzt werden und anschließend am neuen Ort den Erreger weiterverbreiten.
Durch die Klimaerwärmung ist die Krankheit aus Afrika über die Mittelmeer-Inseln auch nach Süd- und Mitteleuropa vorgedrungen. Weiterhin wurde die Blauzungenkrankheit auch in arabischen, asiatischen, europäischen und nordamerikanischen Ländern nachgewiesen. Im Jahre 2000 hat sich Bluetongue in Schafbeständen auf Sizilien, Sardinien, Korsika und auf den Balearen bestätigt. Die Vektoren der Blauzungenkrankheit wurden in der warmen Jahreszeit zunehmend auch in vielen anderen Gebieten der EU gefunden. In den Jahren 2001 und 2002 wurden Seuchenausbrüche in Südeuropa (Griechenland, Kroatien, Mazedonien, Italien, Albanien) gemeldet. Die Viruserkrankung ist auch schon in der Toskana bei Schafen und Rindern festgestellt worden und breitet sich stetig nordwärts aus. Nach Voraussage des Spezialisten Philip Mellor vom Institute for Animal Health wandere mit jedem weiteren Grad der Temperaturerhöhung im Verlauf der aktuellem Klimaerwärmung die krankheitsübertragende Mückenart 90 km weiter nach Norden.
Bis Anfang 2003 wurden Krankheitsfälle auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien, Tunesien und Singapur aber auch in Südamerika (Brasilien, Argentinien) gemeldet. Durch Tierbewegungen, über das Sperma und den Handel infizierter Tiere einerseits, die Verschleppung von Insekten durch Flugzeuge und starke Winde andererseits kann der Erreger jederzeit in weitere freie Regionen eingeschleppt werden. Dort ist ihm ein Überleben jedoch nur möglich, wenn geeignete Vektoren und eine empfängliche Wirtspopulation vorhanden sind.
Bluetongue ist nunmehr in Afrika, im Nahen Osten, auf dem Indischen Subkontinent, in China, den USA und Mexiko, wo die Mücken als Überträger ganzjährig aktiv sind, klinisch präsent. Virusstämme ohne typisches Krankheitsbild sind in Südostasien, im nördlichen Südamerika, in Nordaustralien und in Papua Neuguinea nachgewiesen worden.
Im August 2006 ist die Krankheit erstmals auch bei Schafen in der niederländischen Provinz Limburg, in der belgischen Provinz Lüttich sowie in acht Rinderbeständen und einer Schafsherde im grenznahen Raum Aachen in Nordrhein-Westfalen aufgetreten. Im September kamen weitere hinzu, sodass am 27. September 2006 85 Betriebe in NRW betroffen waren und am 25. Oktober 2006 waren bereits 463 Fälle in Deutschland bekannt. Bei dem in den Niederlanden gefundenen Viren-Stamm vom Serotyp 8 handelt es sich allerdings nicht um den gleichen, der in Südeuropa heimisch ist. Wissenschaftler schließen daher den Klimawandel als Grund für die Ausbreitung nach Nordeuropa aus. Der Serotyp 8 kommt nach bisherigem Kenntnisstand ausschließlich südlich der Sahara und in der Karibik, eventuell auch in Indien oder Pakistan vor. Wie das Virus in die Niederlande gelangt ist, ist allerdings weiter unklar.[2]
Die Blauzungenkrankheit ist eine zyklische (phasenweise in verschiedenen typischen Stadien ablaufende) Allgemeinerkrankung.
Nach einer Inkubationszeit von fünf bis zwölf Tagen kommt es nur in rund 5% aller Rindererkrankungen mitunter zu Fieber, verstärkter Speichelsekretion, Hyperämie sowie Schwellungen und Geschwüren im Maul.
Bei den wesentlich häufiger betroffenen Schafen treten hier nach einer Inkubationszeit von 2 bis 15 Tagen folgende Symptome auf:
Die Sterblichkeit der erkrankten Tiere ist je nach Tierart und Region unterschiedlich hoch. Insgesamt liegt sie zwischen 2 und 80%.
Die Ausbrüche in der Südeifel haben gezeigt, dass neben Schafen und Ziegen auch Rinder erkranken, wobei deutliche klinische Symptome auftreten, wie Veränderungen in der Maulschleimhaut, Speichelfluss, Zitzenveränderungen und Lahmheiten.
Zur Krankheitsvorbeugung gehören die planmäßige Insektenbekämpfung, die Stallhaltung gefährdeter Tierbestände während der Nacht sowie die aktive Immunisierung in verseuchten oder seuchenverdächtigen Ländern.
Bei einem milden Krankheitsverlauf besonders bei Rindern ist auch eine selbständige Heilung möglich. Eine medikamentöse Unterstützung zur Genesung zum Beispiel durch Virustatika ist auf Grund mangelnden Erfolges und eines unvertretbar ungünstigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses praktisch nicht gegeben.
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25.12.2006 von doh.
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25.12.2006 von doh.
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25.12.2006 von doh.
Wir wünschen Euch ein frohes Weihnachtsfest!
Familie Haller & Mitarbeiter
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15.12.2006 von doh.
Willkommen auf dem Blog der Firma Heinz Dieter Haller. Dies ist der erste Artikel.
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